Abrechnungs-Blog/Analogliste GebüH

Dieser Abrechnungs-Blog dient der Information und Aufklärung mit dem Schwerpunkt Analogabrechnung. Der Abrechnungsblog spiegelt die Ergebnisse der fortlaufenden, intensiven Gespräche mit den Finanzbehörden, Beihilfestellen sowie dem Verband der Privaten Krankenversicherungen wieder. Hier finden Sie lediglich einen Auszug.

So bekommen Sie die komplette GebüH-Analogliste:
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2. Über swellgon ist diese Liste ebenfalls immer auf dem aktuellen Stand!

Die folgenden Urteile gelten im Sinne des Gleichheitsgrundsatzes auch für Heilpraktiker und das GebüH (Gebührenverzeichnis für Heilpraktiker):

Was ist Analogabrechnung?: 
„Da gerade die GOÄ in § 6 Abs. 2 die Abrechenbarkeit von Leistungen vorsieht, die nicht in der GOÄ explizit aufgeführt sind, sind auch sog. „Analogleistungen“ grundsätzlich nicht von vorneherein von der Beihilfefähigkeit ausgeschlossen.“
„Dies ist allein deshalb notwendig, um mit der medizinischen Weiterentwicklung regelmäßig Schritt zu halten.“ (VwG Gera 1K 850-03 GE v. 04.08.2004)
„Das Analogverzeichnis der BÄK ist nicht abschließend. Es ist daher rechtswidrig, eine Beihilfe zu angemessenen Aufwendungen für notwendige Behandlungen, deren Wirksamkeit wissenschaftlich allgemein anerkannt ist, allein deshalb zu versagen, weil die erbrachten ärztlichen Leistungen noch
nicht im Gebührenverzeichnis der GOÄ und auch noch nicht im Analogverzeichnis der BÄK erfasst sind.“
„Die Aufnahme der Leistung in die Analogliste der BÄK ist keine rechtliche Voraussetzung für eine Analogbewertung und damit die Bewertung und damit für die Beihilfefähigkeit der Leistung schlechthin.“
„Die Nichtanerkennung ohne weitere Einzelfallprüfung widerspricht dem Fürsorgegedanken.“ (VwG Saarland 3K 1175/08 v. 23.06.2009)(externer Link)

„Leistungen, die nicht im GebüH enthalten sind, können entsprechend einer ähnlichen Leistung im GebüH berechnet werden. Eine verständliche Beschreibung dieser Leistung kann erforderlich sein. Die Kennzeichnung der analogen Leistung mit einem „A“ zur entsprechenden Ziffer ist möglich. Sofern keine analoge Leistungsziffer gegeben ist, kann die Leistung ohne GebüH-Ziffer mit einer Leistungsbeschreibung dargelegt werden. Das zitieren aus anderen Leistungsverzeichnissen ist möglich.“
Diese Formulierung weicht damit deutlich von § 6 Abs. 2 GOÄ und § 6 Abs. 1 GOZ ab. Allerdings verlangt die GebüH einen inhaltlichen Bezug, und die analog berechnete Leistung muss sich – wie auch in der GOÄ/GOZ – finanziell an der „ähnlichen Leistung“ orientieren.
„In welchem Umfang Heilmittel von einer privaten Krankenversicherung erstattet werden, ist tarifabhängig. So bestehen PKV-Tarife, in denen nur Leistungen erstattet werden, die der GebüH entsprechen. Darüber hinaus sind erstattungsfähige Höchstbeträge für Beihilfeberechtigte in einem Preis- und Leistungsverzeichnis für Heilmittel festgelegt, das Teil der Bundesbeihilfevorschriften und damit Grundlage für die Leistungen der Beihilfe ist, die Beamten von ihrem Dienstherrn gewährt wird.
Folglich würde der Krankenversicherer bei analogen Abrechnungen nach GebüH gemäß den tariflichen Bestimmungen leisten und dabei gegebenenfalls eine Bewertung der Angemessenheit vornehmen.“ (Verband der Privaten Krankenversicherung e.V., 29.11.2016)

Wirtschaftlichkeit:
„Nach den Feststellungen der Berufungsgerichte spricht nichts dafür, dass Heilpraktikerleistungen im Jahr 2005 üblicherweise noch zu den Mindestbedingungen des Jahres 1985 zu erlangen gewesen waren. Dabei sei zu berücksichtigen, dass das Gebührenverzeichnis kein normatives Regelungswerk sei, das auf einem Gestaltungs- und Abwägungsvorgang beruhe, sondern eine auf der Grundlage von Umfragen rein empirisch gewonnene Datensammlung.“
„Will der Dienstherr auch für Heilpraktikerleistungen die Angemessenheit festlegen, so hat er mangels einer für die Gebühren der Heilpraktiker geltenden normativen Regelung zu berücksichtigen, welche Aufwendungen durch die Inanspruchnahme heilpraktischer Leistungen Beamten regelmäßig entstehen. Dabei hat er auch, ähnlich wie die Gebührenordnungen für Ärzte dies vorsehen, durch Rahmenbeträge zu berücksichtigen, dass Kosten nach Art, Schwierigkeit und Intensität der Behandlung variieren können. Lassen sich brauchbare Anhaltspunkte nicht finden, wird eine Anlehnung an die ärztlichen Gebührenordnungen in Betracht zu ziehen sein.“ (BverwG 2C 61.08 v.12.11.09)
Aus diesem Grunde empfehlen wir als BDO eine möglichst wirtschaftliche Abrechnung, die sich an einem gesetzlich regulierten Verzeichnis (also Verordnung) orientiert. Die GOÄ (Gebührenordnung für Ärzte) ist entsprecht diesen Vorrausetzungen am ehesten, da sie auf Grundlage eines Oberarztgehaltes kalkuliert wurde. Hier finden SIe das entsprechende Verzeichnis: gebueh-analog-goae

Ist das GebüH rechtlich bindend?
„Mit der 7. GWB (Wettbewerbsbeschränkung) wurde das Empfehlungsverbot aufgegeben. Empfehlungen zeichnen sich im Gegensatz zu Vereinbarungen, Beschlüssen und sonstigen abgestimmten Verhaltensweisen durch Einseitigkeit aus. Da es sich bei der GebüH um ein Verzeichnis bloßer einseitiger Empfehlungen für die Honorarvereinbarungen handelt, das keine Bindungswirkung für die Patienten entfaltet, ist es kartellrechtlich nicht zu beanstanden.“ (Bundeskartellamt AZ B3-1/16-054 v. 30.08.2016) Das heißt, das die Rechnung auch im Preis gemäß BGB § 611 (externer Link) der freien Vereinbarung unterliegt und lediglich die Positionen des GebüH im Sinne des BGB § 630f (externer Link) als Vereinfachung und Nachvollziehbarkeit genutzt werden kann. Zudem wird die Rechnung der Einheitlichkeit von Leistungen im Sinne des UStAE 3.10. (externer Link) gerecht und bleibt so im klar abgrenzbaren Bereich der Umsatzsteuerfreiheit.

Lesen Sie hier: Unterscheidung von juristisch korrekter Abrechnung und erstattungsfähig optimierter Abrechnung: die-juristisch-korrekte-abrechnung

Gibt es alternative Abrechnungen zur GebüH?
Als Osteopath ja. Der BDO hat mittlerweile ein Abrechnungsverzeichnis entwickelt, welches auf einer kaufmännischen Selbstkostenrechnung beruht und juristisch haltbar ist (Beschreibung GVO). Das Gebührenverzeichnis für Osteopathie (GVO vom 24.05.13) gibt es seit 2011 und ist in der Abrechnungssoftware simplimed (externer Link) inkludiert.

06.06.2016
GebüH Ziffer 1: Eingehende Untersuchung
Erklärung: Eine eingehende Untersuchung ist in allen Einzelheiten, eine sorgfältige und regelmäßig vorgenommene prüfende Nachforschung. Im Sinne der Fürsorge- bzw. Sorgfaltspflicht (BGH VI ZR 206/90 v. 29.01.1991) (externer Link) als umsatzsteuerbefreiender Faktor (gemäß § 4 Nr. 14 Buchst. a UStG) (externer Link) muss die Ziffer 1 immer Teil jeder Behandlung sein.
Erstattung: Private Krankenversicherungen (PKV) wollen diese Ziffer oft nur pro Behandlungsserie einmal bezahlen. Das bedeutet aber nicht, dass dieser Punkt nicht abgerechnet werden darf. Im Gegenteil ist der Heilpraktiker im Sinne des „Patientenrechtegesetzes“ (§§ 630 ff im BGB) (externer Link)dazu verpflichtet exakt zu dokumentieren, was er geleistet hat und dieses auch abzurechnen. Die Rechnung spiegelt die Dokumentation. „Die Übernahme der Kosten durch die gesetzlichen  Krankenkassen (Anm.: Kann auch für eine PKV gelten) ist zwar ein wichtiges Indiz für das Vorliegen einer Krankheit, dafür alleine aber nicht ausschlaggebend. Im Gegenteil verliert dieses Indiz umso mehr an Wirkung, als die Krankenkassen im Zuge sogenannter Gesundheitsreformen immer mehr Kosten für eindeutige Heilbehandlungen nicht übernehmen.“ (FG Baden-Württemberg 14 K 797/12 v. 04.06.2014) (externer Link)

07.07.2016
GebüH Ziffer 2: Durchführung des vollständigen Krankenexamens
Erklärung:
Oft kann man in entsprechenden Verzeichnissen nachlesen, dass das Krankenexamen mit Repertorisation nach den Regeln der klassischen Homöopathie durchgeführt werden soll. Das ist kein muss. Gerade im Sinne der geforderten Analogabrechnung ist diese Anamnese als wichtiger Teil der Diagnoseerstellung immer mit abzurechnen. Somit ist der zeitliche Bezug hier ebenfalls kein muss. Dieser soll hier lediglich darauf hinweisen, dass es eine intensive Anamnese darstellt.
Erstattung: Als umsatzsteuerbefreiender Faktor ist die Diagnose (BFH XI B 46/12 v. 04.10.2012(externer Link) für jede Behandlung unerlässlich und zudem als des „Patientenrechtegesetzes“ (§§ 630 ff im BGB(externer Link) eine Pflicht!
Analogabrechnung: Jede Form der Anamnese ist eine Analogie hierzu. Es gibt in der GebüH keine andere Anamnese.

08.08.2016
GebüH Ziffer 3: Kurze Information, auch mittels Fernsprecher, oder Ausstellung einer Wiederholungsverordnung
GebüH Ziffer 4: Eingehende Beratung, die das gewöhnliche Maß übersteigt, von mindestens 10 Minuten Dauer, gegebenenfalls einschließlich einer Untersuchung
GebüH Ziffer 5: Beratung, auch mittels Fernsprecher, gegebenenfalls einschließlich einer kurzen Untersuchung
GebüH Ziffer 6, 7, 8: Beratung zu anderen Zeiten
Erklärung: Jede beratende Leistung oder Information im Sinne des Patienten-Behandler-Verhältnisses ist hier abzurechnen. Das betrifft die Beantwortung von Fragen hinsichtlich der Diagnose/Behandlung als auch zu unterstützenden Maßnahmen wie Ernährung, Sport, Ergonomie, Psychologie, etc. Da die Beratung im Sinne des „Patientenrechtegesetzes“ (§§ 630 ff im BGB) gefordert ist, ist diese nach Durchführung auch abzurechnen. Fehlt dieser Punkt in der Abrechnung, kann das ein Indiz für eine nicht durchgeführte Beratung sein! Intensivere Beratungen werden als Ziffer 4 abgerechnet. Eine Unterscheidung zwischen Ziffer 3 und 5 ist der Subjektivität überlassen. Die Differenzierung der Ziffer 5 zu 6, 7 und 8 findet im Rahmen der erbrachten Uhrzeit statt (Ziffer 6:außerhalb der normalen Sprechstundenzeit, Ziffer 7: bei Nacht, zwischen 20 und 7 Uhr, Ziffer 8: sonn- und feiertags)
Erstattung: Die Kosten sind zu erstatten, da diese Beratung im Sinne des „Patientenrechtegesetzes“ (§§ 630 ff im BGB(externer Link) gefordert ist.

24.08.2016
GebüH Ziffer 9, 10.1 bis 10.8: Hausbesuch (9.1 bei Tag, 9.2 in dringenden Fällen,9.3 bei Nacht und an Sonn- und Feiertagen, 10. Nebengebühren für Hausbesuche ab 2 Kilometer Entfernung, 10.1 je Stunde bei Tag, 10.2 je Stunde bei Nacht, 10.3 Erstattung der öffentlichen Verkehrsmittel, 10.4 gesonderte Vereinbarung zum Zeitversäumnis, 10.5 Nutzung des eigenen PKW bei Tag, 10.6 Nutzung des eigenen PKW bei Nacht, 10.7 Fahrtkosten bei mehr als 25 Kilometer Entfernung, 10.8 Bei Reisen ab 6 Stunden sind die tatsächlichen Reisekosten in Rechnung zu stellen und eine entsprechende Stundenvergütung)
Erklärung: Kosten, die tatsächlich entstehen, werden auch eins zu eins weiter berechnet. Der Zeitaufwand, der dem Behandler nicht zur Verfügung steht, um andere Patienten zu behandeln, muss entsprechend des durchschnittlichen Honorars dem Kostenverurscher in Rechnung gestellt werden.
Erstattung: Die Kosten sind zu erstatten, da diese Beratung und Kosten im Sinne des „Patientenrechtegesetzes“ (§§ 630 ff im BGB(externer Link) gefordert ist.

GebüH Ziffer 11.1 bis 11.3: Schriftliche Auslassungen und Krankheitsbescheinigungen (11.1 Kurze Krankheitsbescheinigung oder Brief im Interesse des Patienten, 11.2 Ausführlicher Krankheitsbericht oder Gutachten, 11.3 Individuell angefertigter schriftlicher Diätplan bei Ernährungs- und Stoffwechselstörungen)
Erklärung: Kosten, die tatsächlich entstehen, werden auch eins zu eins weiter berechnet. Der Zeitaufwand, der dem Behandler nicht zur Verfügung steht, um andere Patienten zu behandeln, muss entsprechend des durchschnittlichen Honorars dem Kostenverursacher in Rechnung gestellt werden.
Wichtig: Die Dokumentation einer Behandlung ist im „Patientenrechtegesetz“ (§§ 630 ff im BGB(externer Link) gefordert, da sie dem Schutz des Patienten dient (Beweislastumkehr!). Sie gilt als Teil der Behandlung. Auf dem Dokument Rechnung muss alles dokumentiert werden, was durchgeführt wurde. Das gilt auch für die Dokumentation. Die Ziffer 11.2 als „Krankheitsbericht“ stellt hier die entsprechende Ziffer dar (Bericht über Krankheit dokumentiert die Behandlung!)
Erstattung: Die Kosten sind zu erstatten, da diese Beratung und Kosten im Sinne des „Patientenrechtegesetzes“ (§§ 630 ff im BGB) (externer Link) gefordert ist.

01.09.2016
GebüH Ziffer 12: Chemisch-physikalische Untersuchungen
Erklärung: Untersuchungen gehören zu diagnostischen Tätigkeiten und dienen der Statusaufnahme.
Erstattung: Als Teil der Diagnostik im Sinne des „Patientenrechtegesetzes“ (§§ 630 ff im BGB) (externer Link) sind diese Kosten zu erstatten.
Analogabrechnung: Alle Unterziffern (Harnuntersuchungen qualitativ mittels Verwendung eines Mehrfachreagenzträgers (Teststreifen) durch visuellen Farbvergleich;12.2 Harnuntersuchung quantitativ;12.4 Harnuntersuchung, nur Sediment;12.5 Carzinochrom-Reaktion (CCR); 12.7 Blutstatus; 12.8 Blutzuckerbestimmung;12.9 Hämoglobinbestimmung;12.10 Differenzierung des gefärbten Blutausstriches;12.11 Zählung der Leuko- und Erythrozyten; 12.12 Blutkörperchen-Senkungsgeschwindigkeit (BKS) einschließlich Blutentnahme;12.13 Einfache mikroskopische und/oder chemische Untersuchungen von Körperflüssigkeiten und Ausscheidungen auch mit einfachen oder schwierigen Färbeverfahren sowie Dunkelfeld; 12.14 Aufwendige Chemogramme von Körperflüssigkeiten
und Ausscheidungen je nach Umfang pro Einzeluntersuchung; 12.15 Photometrie, pro Einzeluntersuchung) sind schon sehr umfassend. Allerdings sind neue Untersuchungsmethoden hier durchaus zu analogisieren.

12.09.2016
GebüH Ziffer 13: sonstige Untersuchungen
GebüH Ziffer 13.1: Sonstige Untersuchungen unter Zuhilfenahme spezieller Apparaturen oder Färbeverfahren besonders schwieriger Art, z.B. PH-Messungen im strömenden Blut oder Untersuchungen nach v. Bremer, Enderlein usw.
Erklärung: Untersuchungen, die der Diagnosestellung oder Diagnosesicherung dienen und nicht im Leistungskatalog aufgeführt sind.
Erstattung: „Maßgeblich ist …, ob aus naturheilkundlicher Sicht die gewählte Behandlungsmethode anerkannt und nach den für die Naturheilkunde geltenden Grundsätzen als medizinisch notwendig anzusehen ist. … Handelt es sich weder um ein anerkanntes Naturheilkundeverfahren, noch um ein schulmedizinisches Verfahren, erfolgt zumeist keine Erstattung. “ (LG Münster AZ: 015 O 461/07 vom 17.11.2008) (externer Link)
Analogabrechnung: Da diese Ziffer nicht mit einer direkten Methode erklärt wird ist hier auch keine Analogie zu wählen.

05.10.2016
GebüH Ziffer 14: Spezielle Untersuchungen; (14.1 Binokulare mikroskopische Untersuchung des Augenvordergrundes; 14.2 Binokulare Spiegelung des Augenhintergrundes; 14.3 Grundumsatzbestimmung nach Read; 14.4 Grundumsatzbestimmung mit Hilfe der Atemgasuntersuchung; 14.5 Prüfung der Lungenkapazität(Spirometrische Untersuchung); 14.6 Elektrokardiogramm mit mindestens 9 Ableitungen; 14.7 Elektrokardiogramm mit Standardableitungen, Goldbergerableitungen, Nehbsche Ableitungen, Brustwandableitungen; 14.8 Oszillogramm-Methoden; 14.9 Spezielle Herz-Kreislauf Untersuchungen (Schellong); 14.10 Ultraschall-Gefäßdoppler Untersuchung zur peripheren Venendruck- und/oder Strömungsmessung)
Erklärung: Untersuchungen, die keine allgemeine Untersuchung darstellen. Standarduntersuchungen dienen der allgemeinen Diagnosestellung bzw. Eingrenzung. Spezielle Untersuchungen dienen der speziellen diagnostischen Untersuchung exakter Strukturen/Systeme bzw. der Differentialdignose.
Erstattung: „Maßgeblich ist …, ob aus naturheilkundlicher Sicht die gewählte Behandlungsmethode anerkannt und nach den für die Naturheilkunde geltenden Grundsätzen als medizinisch notwendig anzusehen ist. … Handelt es sich weder um ein anerkanntes Naturheilkundeverfahren, noch um ein schulmedizinisches Verfahren, erfolgt zumeist keine Erstattung. “ (LG Münster AZ: 015 O 461/07 vom 17.11.2008) (externer Link)
Analogabrechnung: Alle Ziffern sind schon direkt zugeordnet und somit spezifisch. Jede neuere Untersuchung desselben hier genannten Systems kann analog verwendet werden.
Konkret:
14.10 Stapeltest (VwG Gera 1K 850-03 GE v. 04.08.2004)

10.10.2016
GebüH Ziffer 15: Photoaufnahmen (15.1 Photoaufnahmen zu diagnostischen Zwecken, Aufnahmen schwarz/weiß (pro Augenpaar); 15.2 Vergrößerungen sowie Farbaufnahmen werden zum handelsüblichen Preis berechnet)
Erklärung: Jede photographische Aufnahme des Auges/der Augen zu diagnostischen Zwecken.
Erstattung: „Maßgeblich ist …, ob aus naturheilkundlicher Sicht die gewählte Behandlungsmethode anerkannt und nach den für die Naturheilkunde geltenden Grundsätzen als medizinisch notwendig anzusehen ist. … Handelt es sich weder um ein anerkanntes Naturheilkundeverfahren, noch um ein schulmedizinisches Verfahren, erfolgt zumeist keine Erstattung. “ (LG Münster AZ: 015 O 461/07 vom 17.11.2008) (externer Link)
Analogabrechnung: Jede photographische Aufnahme zu diagnostischen Zwecken oder Kontrollzwecken. Hierbei spielt es keine Rolle, welche Körperregion die Aufnahme betrifft. Entscheidend ist hier der sowohl inhaltliche, wie auch finanzielle Zusammenhang. (VwG Gera 1K 850-03 GE v. 04.08.2004)

14.10.2016
GebüH Ziffer 16: Bioenergetische Verfahren (16.1 Elektro Neural-Diagnostik; 16.2 Segmentdiagnostik, Maximaldiagnostik u.a.; 16.3 Bioelektrische Funktionsdiagnostik; 16.4 Hautwiderstandsmessungen)
Erklärung: Diese der Diagnostik dienenden Verfahren sind körperpsychotherapeutische Verfahren, die auf Lowen und Wilhelm Reich zurückzuführen sind.
Erstattung: „Maßgeblich ist …, ob aus naturheilkundlicher Sicht die gewählte Behandlungsmethode anerkannt und nach den für die Naturheilkunde geltenden Grundsätzen als medizinisch notwendig anzusehen ist. … Handelt es sich weder um ein anerkanntes Naturheilkundeverfahren, noch um ein schulmedizinisches Verfahren, erfolgt zumeist keine Erstattung. “ (LG Münster AZ: 015 O 461/07 vom 17.11.2008) (externer Link)
Analogabrechnung: Jede diagnostische Maßnahme, die inhaltlich oder im Aufwand finanziell den o.g. Verfahren nahe kommt, ist hier zu verwenden. Eine TCM Diagnostik zur Untersuchung der Meridiane ist hier als Beispiel zu nennen. (VwG Gera 1K 850-03 GE v. 04.08.2004)
Konkret: 16.2 Motrizitätstest, Dichtetest; 16.3 Thermodiagnostik, Bioresonanz

GebüH Ziffer 17: Neurologische Untersuchung
Erklärung: Eine körperliche Routineuntersuchung zentraler oder peripherer neurologischer Funktionsstörungen, die den Reflexstatus oder die Entwicklung der Hirnreife (bei Säuglingen oder nach Hirnschädigungen) beurteilt.
Erstattung: Als Teil der Diagnostik im Sinne des „Patientenrechtegesetzes“ (§§ 630 ff im BGB(externer Link) sind diese Kosten zu erstatten.
Analogabrechnung: Jede diagnostische Maßnahme, die inhaltlich oder im Aufwand finanziell den o.g. Verfahren nahe kommt, ist hier zu verwenden. So kommt hier zum Beispiel das Neurologische Integrationssystem (NIS, Neurolog) pro Untersuchungssequenz in Betracht. (VwG Gera 1K 850-03 GE v. 04.08.2004)

01.11.2016
Unter den Ziffern 18 bis 23 sind die speziellen Behandlungen erfasst.
GebüH 18: Heilmagnetische Behandlung (18.1 Einfache heilmagnetische Spezialbehandlungen; 18.2 Heilmagnetische Spezialbehandlungen, die das Maß einer normalen Behandlung übersteigen. Dies gilt für Art, Umfang und Intensität).
Erklärung: Bestimmte Anordnungen verschiedener Metalle und Flüssigkeiten erzeugen ein Fluidum, das Nerven und Muskeln reizt. Dieser Elektromagnetismus wird therapeutischen und diagnostisch genutzt.
Erstattung: „Maßgeblich ist …, ob aus naturheilkundlicher Sicht die gewählte Behandlungsmethode anerkannt und nach den für die Naturheilkunde geltenden Grundsätzen als medizinisch notwendig anzusehen ist. … Handelt es sich weder um ein anerkanntes Naturheilkundeverfahren, noch um ein schulmedizinisches Verfahren, erfolgt zumeist keine Erstattung. “ (LG Münster AZ: 015 O 461/07 vom 17.11.2008) (externer Link)
Analogabrechnung: Biodynamik, Arbeit mit Magneten, Steinen, Kristallen, Handauflegen sind schon per Definition analog in ihrem Zugang dem Heilmagnetismus zu zuordnen. (VwG Gera 1K 850-03 GE v. 04.08.2004)

GebüH 19: Psychotherapie (Hier ist die Qualität in einem höheren Maße auch an Zeit gebunden.) (19.1 30-50 Minuten; 19.2 50-90 Minuten; 19.3 Erstellung eines Psychodiagnostischen Befundes; 19.4. Psychotherapeutisches Gutachten, je Seite; 19.5 Psychologische Exploration mit eingehender Beratung; 19.6 Anwendung und Auswertung von Testverfahren wie TAT und TUA; 19.7 Behandlung von Störungen der Sprechorgane; 19.8 Behandlung einer Einzelperson durch Hypnose)
Erklärung: Psychotherapie ist die Tätigkeit zur Feststellung, Heilung oder Linderung von psychischen Störungen mit Krankheitswert sowie ein Synonym für die Lehre von der psychotherapeutischen Behandlung bzw. Heilung des erkrankten Menschen.
Erstattung: „Maßgeblich ist …, ob aus naturheilkundlicher Sicht die gewählte Behandlungsmethode anerkannt und nach den für die Naturheilkunde geltenden Grundsätzen als medizinisch notwendig anzusehen ist. … Handelt es sich weder um ein anerkanntes Naturheilkundeverfahren, noch um ein schulmedizinisches Verfahren, erfolgt zumeist keine Erstattung. “ (LG Münster AZ: 015 O 461/07 vom 17.11.2008) (externer Link)
Analogabrechnung: Sämtliche Psychotherapeutischen Verfahren wie die Tiefenpsychologie, Verhaltentherapie, Analytische Psychotherapie, Fokaltherapie, Familientherapie, Familienaufstellung, Paartherapie, kognitive Verhaltenstherapie, Psychoanalyse, beratende Psychotherapie, Lebensberatung, etc.; (VwG Gera 1K 850-03 GE v. 04.08.2004)
Konkret: 19.7 osteopathische Behandlung von Kehlkopf, Auge, Ohr; 19.8 Biodynamik

02.11.2016
GebüH Ziffer 20: Atemtherapie und Massagen (20.1 Atemtherapeutische Behandlungsverfahren; 20.2 Nervenpunktmassage; 20.3 Bindegewebsmassage; 20.4 Teilmassage; 20.5 Großmassage; 20.6 Sondermassagen wie Lymphdrainage, Unterwasserdruckstrahlmassage, Schrägbrettbehandlung; 20.7 Medikomechanische Mobilisationsbehandlung und Beweglichkeitstests; 20.8. Einreibungen)
Erklärung: Massagen und Atemtherapeutische Behandlungen sind alle Techniken des Muskel- und Gelenkapparates zur Lockerung bzw. Spannungslösung und zur Entstauung.
Erstattung: „Maßgeblich ist …, ob aus naturheilkundlicher Sicht die gewählte Behandlungsmethode anerkannt und nach den für die Naturheilkunde geltenden Grundsätzen als medizinisch notwendig anzusehen ist. … Handelt es sich weder um ein anerkanntes Naturheilkundeverfahren, noch um ein schulmedizinisches Verfahren, erfolgt zumeist keine Erstattung. “ (LG Münster AZ: 015 O 461/07 vom 17.11.2008)
Analogabrechnung: Nervenbehandlungen, Triggerpunkte, Tenderpoints, Strain- Counterstrain, Reflexzonenbehandlungen, Fascienbehandlungen (auch FDM), Nervenmobilisation, Rippenmobilisation, Intercostale Ausstreichungen, Drehdehnlagerung, Zwerchfellmobilisation und Pranayama, Tuina, Qigong, Taijiquan, etc.; (VwG Gera 1K 850-03 GE v. 04.08.2004)
Konkret:
20.6 Traktion, Venolymphatische Pumpe, Venenmobilisation, Chapman-Punkt

15.11.2016
GebüH Ziffer 21: Akupunktur (21.1. Akupunktur einschließlich Pulsdiagnose; 21.2 Moxibustion, Elektroakupunktur, Injektion in Akupunkturpunkte, Quaddelung)
Erklärung: Als Teil der traditionellen chinesischen Medizin ist die Akupunktur eine Behandlung von Meridianen mit dem Ziel das Qi zum Fließen zu bringen. Das Nadelstechen ist auch als Variante mit Wäre möglich (Moxen). Ebenso ist die Behandlung dieser Akupunkturpunkte durch Akupressur (GebüH Ziffer 20.2) möglich. Neben der Akupunktur verfügt die chinesische Medizin über die Pflanzenheilkunde und die Chinesische Arzneimitteltherapie (GebüH Ziffer 3-8), die ergänzt wird durch chinesische Ernährungslehre und Ernährungstherapie (GebüH Ziffer 3-8) und durch die chinesische Massagetechnik Tuina (GebüH Ziffer 20.6) und die Bewegungstherapien Qigong und Taijiquan (GebüH Ziffer 20.7). Diese sind allerdings gesondert Analog abzurechnen.
Erstattung: „Maßgeblich ist …, ob aus naturheilkundlicher Sicht die gewählte Behandlungsmethode anerkannt und nach den für die Naturheilkunde geltenden Grundsätzen als medizinisch notwendig anzusehen ist. … Handelt es sich weder um ein anerkanntes Naturheilkundeverfahren, noch um ein schulmedizinisches Verfahren, erfolgt zumeist keine Erstattung. “ (LG Münster AZ: 015 O 461/07 vom 17.11.2008) (externer Link)
Analogabrechnung: Da die Akupunktur eine Spezialform der Behandlung darstellt (Dieser Teil wurde der TCM entnommen, während die restlichen Therapien nur in Analogziffern abzurechnen sind – so verhält es sich auch bei den 35er Ziffern der Osteopathie) und vor Aufnahme in das GebüH gut analogisiert werden konnte, ist ähnlich wie in der Osteopathie eine weitere Analogisierung nur nötig, wenn man eine Behandlung sucht, die finanziell der eigentlichen am nächsten kommt. (VwG Gera 1K 850-03 GE v. 04.08.2004)
Wie eine komplette TCM abgerechnet wird zeigen wir Ihnen gerne im Rahmen unseres Qualitätsmanagements.

22.11.2016
GebüH-Ziffer 22: Inhalationen (22.1 Inhalationen mit verschiedenen Apparaturen)
Erklärung: Atemtherapeutische Maßnahmen zum Einhauchen/Einatmen mittels Medikamentenzusatz.
Erstattung: „Maßgeblich ist …, ob aus naturheilkundlicher Sicht die gewählte Behandlungsmethode anerkannt und nach den für die Naturheilkunde geltenden Grundsätzen als medizinisch notwendig anzusehen ist. … Handelt es sich weder um ein anerkanntes Naturheilkundeverfahren, noch um ein schulmedizinisches Verfahren, erfolgt zumeist keine Erstattung. “ (LG Münster AZ: 015 O 461/07 vom 17.11.2008) (externer Link)
Analogabrechnung: Die Inhalation ist eine Spezialform der Atemtherapie. Insofern ist eine Analogisierung inhaltlicher Natur kaum möglich.

01.12.2016
GebüH Ziffer 23: Aerosole (23.1 Anwendung von Aerosolen mit Kompressor, Preßluft- bzw. Sauerstoffapparaten)
Erklärung: Die Verwendung von Aerosolen wird im Rahmen der Atemtherapie statt.
Erstattung: „Maßgeblich ist …, ob aus naturheilkundlicher Sicht die gewählte Behandlungsmethode anerkannt und nach den für die Naturheilkunde geltenden Grundsätzen als medizinisch notwendig anzusehen ist. … Handelt es sich weder um ein anerkanntes Naturheilkundeverfahren, noch um ein schulmedizinisches Verfahren, erfolgt zumeist keine Erstattung. “ (LG Münster AZ: 015 O 461/07 vom 17.11.2008) (externer Link)
Analogabrechnung: Die Verwendung von Aerosolen ist eine Spezialform der Atemtherapie. Insofern ist eine Analogisierung inhaltlicher Natur kaum möglich. Ausnahmen bilden neue Verfahren (siehe Analogabrechnungskatalog des BDO). (VwG Gera 1K 850-03 GE v. 04.08.2004)

06.12.2016
GebüH Ziffer 24-30: Blutentnahmen, Injektionen, Infusionen, Hautableitungsverfahren (24. Eigenblut, Eigenharn; 24.1 Eigenblutinjektion einschl. Blutentnahme und Reinjektion; 24.2 Eigenharninjektion; 25 Injektionen, Infusionen; 25.1 Injektion, subkutan; 25.2 Injektion, intramuskulär; 25.3 Injektion, intravenös, intraarteriell; 25.4 intrakutane Reiztherapie (Quaddelbehandlung); 25.5 Injektion, intraartikulär; 25.6 Neural- oder segmentgezielte Injektionen nach Hunecke; 25.7 Infusion; 25.8 Dauertropfinfusion; 25.9 Gasgemischinjektionen (z. B. Ozon oder Sauerstoff), intramuskulär; 25.10 Gasgemischinjektionen, intraarteriell; 25.11 HOT-Behandlung (Hämatogene Oxidationstherapie); 26 Blutentnahmen; 26.1 Blutentnahme;26.2 Aderlaß; 27 Hautableitungsverfahren, Hautreizverfahren; 27.1 Setzten von Blutegeln, ggf. einschließlich Verband; 27.2 Skarifikation der Haut; 27.3 Setzten von Schröpfköpfen, unblutig; 27.4 Setzten von Schröpfköpfen, blutig; 27.5 Schröpfkopfmassage einschließl. Gleitmittel; 27.6 Anwendung großer Saugapparate für ganze Extremitäten; 27.7 Setzen von Fontanellen; 27.8 Setzen von Cantharidenblasen; 27.9 Reinjektion des Blaseninhaltes (aus Ziffer 27.8); 27.10 Anwendung von Pustulantien; 27.11 Baunscheidtieren; 27.12 Biersche Stauung; 28 Infiltrationen; 28.1 Behandlung mittels paravertebraler Infiltration, einmalig bzw. medikamentöse Infiltrationsbehandlung im Bereich einer Körperregion; 28.2 Behandlung mittels paravertebraler Infiltration, mehrmalig bzw. medikamentöse Infiltrationsbehandlung im Bereich mehrerer Körperregionen; 29 Roedersches Verfahren; 29.1 Roedersches Behandlungs- und Mandelabsaugverfahren; 30 Sonstiges; 30.1 Spülung des Ohres; 30.2 Anwendung der Beutelbegasung für ganze Extremitäten mit Ozon oder Sauerstoff)
Erklärung: Diese Ziffern beinhalten sämtliche invasive Verfahren mittels Körperflüssigkeiten und Medikamenten. Für die bei Infusionen gegebenenfalls eingebrachten Medikamente werden nur die nachweisbaren Eigenkosten, unter Angabe von Art und Menge der verbrauchten Präparate, von den Leistungsträgern erstattet.
Erstattung: „Maßgeblich ist …, ob aus naturheilkundlicher Sicht die gewählte Behandlungsmethode anerkannt und nach den für die Naturheilkunde geltenden Grundsätzen als medizinisch notwendig anzusehen ist. … Handelt es sich weder um ein anerkanntes Naturheilkundeverfahren, noch um ein schulmedizinisches Verfahren, erfolgt zumeist keine Erstattung. “ (LG Münster AZ: 015 O 461/07 vom 17.11.2008) (externer Link)
Analogabrechnung: Die Aufführung der hiergenannten Injektionen, Infusionen und Hautableitungsverfahren sowie Blutentnahmen sind spezifische Verfahren. Insofern ist eine Analogisierung inhaltlicher Natur kaum möglich. Ausnahmen bilden neue Verfahren (siehe Analogabrechnungskatalog des BDO. (VwG Gera 1K 850-03 GE v. 04.08.2004)
Konkret:
27.3 osteopathische Behandlung von Arterien und Venen).

14.12.2016
GebüH Ziffer 30: Sonstiges (30.1 Ohrspülungen; Anwendung der Beutelbegasung für ganze Extremitäten mit Ozon oder Sauerstoff)
Erklärung: Die Bezeichnung sonstiges gibt der Ziffer 30. eine frei interpretierbare Rolle. Eine Ohrspülung dient der Säuberung und Behandlung des äußeren Gehörganges. Ozon und Sauerstoffbehandlungen dienen der besseren Versorgung der Haut.
Erstattung: „Maßgeblich ist …, ob aus naturheilkundlicher Sicht die gewählte Behandlungsmethode anerkannt und nach den für die Naturheilkunde geltenden Grundsätzen als medizinisch notwendig anzusehen ist. … Handelt es sich weder um ein anerkanntes Naturheilkundeverfahren, noch um ein schulmedizinisches Verfahren, erfolgt zumeist keine Erstattung. “ (LG Münster AZ: 015 O 461/07 vom 17.11.2008) (externer Link)
Analogabrechnung: Die Ziffern 30.1. und 30.2 sind auf die Ohrspülung beziehungsweise der Beutelbegasung festgelegt. Analogabrechnungen sind für jede Form der Spülung oder Ohrbehandlung (30.1) sowie Gasbehandlungen zur äußeren Anwendung (30.2) möglich. (VwG Gera 1K 850-03 GE v. 04.08.2004)

21.12.2016
GebüH Ziffer 31: Wundversorgung, Verbände, Verwandtes (31.1 Eröffnung eines oberflächlichen Abszesses; 31.2 Entfernung von Aknepusteln pro Sitzung)
Erklärung: Eine Wunde ist eine nicht durch Haut geschützte Körperstelle.
Erstattung: „Maßgeblich ist …, ob aus naturheilkundlicher Sicht die gewählte Behandlungsmethode anerkannt und nach den für die Naturheilkunde geltenden Grundsätzen als medizinisch notwendig anzusehen ist. … Handelt es sich weder um ein anerkanntes Naturheilkundeverfahren, noch um ein schulmedizinisches Verfahren, erfolgt zumeist keine Erstattung. “ (LG Münster AZ: 015 O 461/07 vom 17.11.2008) (externer Link)
Analogabrechnung: Ekzembehandlung, Psoriasis (VwG Gera 1K 850-03 GE v. 04.08.2004)

GebüH Ziffer 32: Versorgung einer frischen Wunde (32.1 bei einer kleinen Wunde; 32.2 bei einer größeren und verunreinigten Wunde)
Erklärung: Hier ist die Wundsäuberung und Desinfektion inklusive Pflaster und Verband gemeint. Das Material kann allerdings gesondert berechnet werden (ohne Gewinn). Die Größe ist hier leider nicht objektiv benannt. Als kleine Wunde kann ein Ausmaß von maximal 1,5 qcm angesehen werden.
Erstattung: „Maßgeblich ist …, ob aus naturheilkundlicher Sicht die gewählte Behandlungsmethode anerkannt und nach den für die Naturheilkunde geltenden Grundsätzen als medizinisch notwendig anzusehen ist. … Handelt es sich weder um ein anerkanntes Naturheilkundeverfahren, noch um ein schulmedizinisches Verfahren, erfolgt zumeist keine Erstattung. “ (LG Münster AZ: 015 O 461/07 vom 17.11.2008) (externer Link)
Analogabrechnung: Die Versorgung einer Wunde ist eine spezifische Tätigkeit. Insofern ist eine Analogisierung inhaltlicher Natur kaum möglich. (VwG Gera 1K 850-03 GE v. 04.08.2004)

GebüH Ziffer 33: Verbände – außer zur Wundbehandlung (33.1 Verbände, jedes Mal; 33.2 elastische Stütz-, Tape oder Pflasterverbände; 33.3 Kompressions- oder Zinkleimverband)
Erklärung: Ein Verband/Tape dient der Bewegungsunterstützung beziehungsweise Schmerzreduktion. Das Material kann allerdings gesondert berechnet werden (ohne Gewinn).
Erstattung: „Maßgeblich ist …, ob aus naturheilkundlicher Sicht die gewählte Behandlungsmethode anerkannt und nach den für die Naturheilkunde geltenden Grundsätzen als medizinisch notwendig anzusehen ist. … Handelt es sich weder um ein anerkanntes Naturheilkundeverfahren, noch um ein schulmedizinisches Verfahren, erfolgt zumeist keine Erstattung. “ (LG Münster AZ: 015 O 461/07 vom 17.11.2008) (externer Link)
Analogabrechnung: Kinesiotape, Gittertapes (VwG Gera 1K 850-03 GE v. 04.08.2004)

22.12.2016
GebüH Ziffer 34: Gelenk- und Wirbelsäulenbehandlung (34.1 Chiropraktische Behandlung; 34.2 Gezielter chiropraktischer Eingriff an der Wirbelsäule)
Erklärung: ist eine alternativmedizinische Behandlungsmethode mit dem Ziel, die normale Beweglichkeit der Gelenke wiederherzustellen. Die Chiropraktische Behandlung steht hier für eine grobspezifische Grifftechnik, wie sie beispielsweise an der Wirbelsäule mit dem „Doppelnelson“ oder „Lumbar roll“ eingesetzt wird. Der gezielte chiropraktische Eingriff steht für eine spezifische „Manipulation“ eines Segments oder eines Gelenks. Die oft von Leistungsträgern reduzierte Erstattung (nur 3 Mal) bei 34.2 ist als Leistungserstatter zwar erlaubt, bedeutet aber nicht, dass der Leistungserbringer weniger abrechnet, wenn er diese Behandlung mehr als 3 Mal durchgeführt hat. Dieses Verhalten widerspricht der Fürsorge- bzw. Sorgfaltspflicht (BGH VI ZR 206/90 v. 29.01.1991) (externer Link) und damit auch dem Patientenrechtegesetz. (§§ 630 ff im BGB) (externer Link)
Erstattung: „Maßgeblich ist …, ob aus naturheilkundlicher Sicht die gewählte Behandlungsmethode anerkannt und nach den für die Naturheilkunde geltenden Grundsätzen als medizinisch notwendig anzusehen ist. … Handelt es sich weder um ein anerkanntes Naturheilkundeverfahren, noch um ein schulmedizinisches Verfahren, erfolgt zumeist keine Erstattung. “ (LG Münster AZ: 015 O 461/07 vom 17.11.2008) (externer Link)
Analogabrechnung: Dorn-Breuß-Behandlung, Trust-Techniken, Atemmobilisationstechnik. (VwG Gera 1K 850-03 GE v. 04.08.2004)

GebüH Ziffer 35: Osteopathische Behandlung (35.1. des Unterkiefers; 35.2 der Schultergelenke; 35.3 der Handgelenke, der Oberschenkel, der Unterschenkel, der Vorderarme und der Fußgelenke; 35.4 der Schlüsselbeine und Kniegelenke; 35.5 der Daumen; 35.6 der Finger und Zehen)
Erklärung: Osteopathie ist ein holistisches Diagnostik- und Behandlungskonzept mittels der Hände. Eine Osteopathie kann nicht ausschließlich über die 35er Ziffern abgerechnet werden, da diese nur die osteopathische Behandlung im parietalen System beschreiben (Siehe auch TCM unter GebüH Ziffer 21). Somit sind die viscerale und kraniosacrale Säule der Osteopathie analog abzurechnen. Die hier dargestellten Ziffern bezeichnen ausschließlich Gelenkbehandlungen mittels GOT (general osteopathic treatment). Dieses ist die ursprüngliche „Knochen“ (Osteo) -Technik. Die osteopathische Manipulation von Gelenken ist in der GebüH Ziffer unter 34 analog zur Chiroprakik abzurechnen. Behandlungen der Fascien (Beispielsweise FDM oder LNB) und der Muskeln (wie Strain- Counterstrain, MET) sind analog zu GebüH Ziffer 20.6 abzurechnen.
Erstattung: „Maßgeblich ist …, ob aus naturheilkundlicher Sicht die gewählte Behandlungsmethode anerkannt und nach den für die Naturheilkunde geltenden Grundsätzen als medizinisch notwendig anzusehen ist. … Handelt es sich weder um ein anerkanntes Naturheilkundeverfahren, noch um ein schulmedizinisches Verfahren, erfolgt zumeist keine Erstattung. “ (LG Münster AZ: 015 O 461/07 vom 17.11.2008) (externer Link)
Analogabrechnung: 35.1 ist aus parietaler Sicht auch für jeden kranialen Knochen zu analogisieren (inklusive dem Kiefergelenk). Suturen und die SSB sind aus der parietalen Betrachtungsweise im Sinne der Analogabrechnung ebenfalls hierunter abzurechnen. 35.2 Ebenso ist das große Gelenk der Hüfte mit der Schulter zu analogisieren. 35.3 Handgelenke, Oberschenkel, Unterschenkel, Vorderarme und Fußgelenke sind mit den Sprunggelenken sowie intraossären Behandlungen inhaltlich zu analogisieren. In 35.4 ist das Schlüsselbein auch dem Hyoid zu analogisieren. Als Funktionsknochen sind hier aus inhaltlicher Sicht auch die Fibular und der Radius zu analogisieren. Somit sind die Radio-Ulnargelenken sowie Tibiofibulargelenke hier ebenfalls zu nennen. Das Kniegelenk ist mit dem Ellenbogengelenk zu analogisieren. 35.5. Der Daumen biete die inhaltliche Analogie zum Hallux. in 35.6 ist die inhaltliche Analogie von Fingern und Zehen zu den Zähnen zu sehen (Juristisch steht das zum Widerspruch zum osteopathischen Gedanken auch Zähne zu behandeln. Somit sind sie hier erwähnt, da ein Zahnarzt als Osteopath hier so analog abrechnen könnte!
Die Analogisierung von visceralen Techniken in der Osteopathie sowie der kraniosacralen Osteopathie wird auf unseren Seminaren erläutert und steht unseren Mitgliedern gegen Entgeld zur Verfügung. (In der Software swellgon sind diese Analogisierungen automatisch enthalten.) (VwG Gera 1K 850-03 GE v. 04.08.2004)
Wie eine komplette Osteopathie abgerechnet wird zeigen wir Ihnen gerne bei unserem Qualitätsmanagement.

GebüH 36: Hydro- und ElektrotherapieMedizinische Bäder und sonstige hydrotherapeutische Anwendungen (36.1 Leitung eines ansteigenden Vollbades; 36.2 Leitung eines ansteigenden Teilbades; 36.3 Spezialdarmbad (subaquales Darmbad); 36.4 Kneippsche Güsse)
Erklärung: Anwendungen von Strom beziehungsweise Wasser (auch mittels Temperatur) zur physikalischen Behandlung.
Erstattung: „Maßgeblich ist …, ob aus naturheilkundlicher Sicht die gewählte Behandlungsmethode anerkannt und nach den für die Naturheilkunde geltenden Grundsätzen als medizinisch notwendig anzusehen ist. … Handelt es sich weder um ein anerkanntes Naturheilkundeverfahren, noch um ein schulmedizinisches Verfahren, erfolgt zumeist keine Erstattung. “ (LG Münster AZ: 015 O 461/07 vom 17.11.2008)
Analogabrechnung: klassische Elektrotherapie, TENS, Hydrocolon (VwG Gera 1K 850-03 GE v. 04.08.2004)

GebüH 37: Elektrische Bäder- und Heißluftbäder (37.1 Teilheißluftbad, z. B. Kopf oder Arm; 37.2 Ganzheißluftbad, z. B. Rumpf oder Beine; 37.3 Heißluftbad im geschlossenen Kasten; 37.4 Elektrisches Vierzellenbad; 37.5 Elektrisches Vollbad (Stangerbad))
Erklärung: Anwendung von Strom und Wasser in Kombination zur physikalischen Behandlung.
Erstattung: „Maßgeblich ist …, ob aus naturheilkundlicher Sicht die gewählte Behandlungsmethode anerkannt und nach den für die Naturheilkunde geltenden Grundsätzen als medizinisch notwendig anzusehen ist. … Handelt es sich weder um ein anerkanntes Naturheilkundeverfahren, noch um ein schulmedizinisches Verfahren, erfolgt zumeist keine Erstattung. “ (LG Münster AZ: 015 O 461/07 vom 17.11.2008) (externer Link)
Analogabrechnung: Die Aufführung der hiergenannten elektrischen Bäder- und Heißluftbäder sind spezifische Verfahren. Insofern ist eine Analogisierung inhaltlicher Natur kaum möglich. Ausnahmen bilden neue Verfahren (siehe Analogabrechnungskatalog des BDO)  (VwG Gera 1K 850-03 GE v. 04.08.2004)

GebüH Ziffer 38: Spezialpackungen (38.1 Fangopackungen; 38.2 örtliche Paraffinpackungen; 38.3 Paraffinganzpackungen; 38.4 Kneippsche Wickel- und Ganzpackungen, Prießnitz- und Schlenzpackungen)
Erklärung: Behandlungen mittels physikalischen Wärmeträgern.
Erstattung: „Maßgeblich ist …, ob aus naturheilkundlicher Sicht die gewählte Behandlungsmethode anerkannt und nach den für die Naturheilkunde geltenden Grundsätzen als medizinisch notwendig anzusehen ist. … Handelt es sich weder um ein anerkanntes Naturheilkundeverfahren, noch um ein schulmedizinisches Verfahren, erfolgt zumeist keine Erstattung. “ (LG Münster AZ: 015 O 461/07 vom 17.11.2008) (externer Link)
Analogabrechnung: Die Aufführung der hiergenannten Spezialpackungen sind spezifische (Spezial) Verfahren. Insofern ist eine Analogisierung inhaltlicher Natur kaum möglich. Ausnahmen bilden neue Verfahren (siehe Analogabrechnungskatalog des BDO)  (VwG Gera 1K 850-03 GE v. 04.08.2004)

GebüH Ziffer 39: Elektro-physikalische Heilmethoden (39.1 Einfache oder örtliche Lichtbestrahlungen; 39.2 Ganzbestrahlungen; 39.3 Faradisation, Galvanisation und verwandte Verfahren (Schwellstromverfahren); 39.4 Anwendung der Influenzmaschine; 39.5
Anwendung von Heizsonnen (Infrarot); 39.6 Verschorfung mit heißer Luft und heißen Dämpfen; 39.7 Behandlung mit hochgespannten Strömen, Hochfrequenzströmen in Verbindung mit verschiedenen Apparaten; 39.8 Langwellenbehandlung (Diathermie), Kurzwellen- und Mikrowellenbehandlung; 39.9 Magnetfeldtherapie mit besonderen Spezialapparaten; 30.10 Elektromechanische und elektrothermische Behandlung (je nach Aufwand und Dauer); 39.11
Niederfrequente Reizstromtherapie, z. B. Jono Modulator; 39.12 Ultraschall-Behandlung)
Erklärung: Physikalische Behandlungsmethoden mittels Strom und Wärme.
Erstattung: „Maßgeblich ist …, ob aus naturheilkundlicher Sicht die gewählte Behandlungsmethode anerkannt und nach den für die Naturheilkunde geltenden Grundsätzen als medizinisch notwendig anzusehen ist. … Handelt es sich weder um ein anerkanntes Naturheilkundeverfahren, noch um ein schulmedizinisches Verfahren, erfolgt zumeist keine Erstattung. “ (LG Münster AZ: 015 O 461/07 vom 17.11.2008) (externer Link)
Analogabrechnung: Die Aufführung der hiergenannten Elektro-physikalischen Behandlungen sind spezifische Verfahren. Insofern ist eine Analogisierung inhaltlicher Natur kaum möglich. Ausnahmen bilden neue Verfahren (siehe Analogabrechnungskatalog des BDO. (VwG Gera 1K 850-03 GE v. 04.08.2004)
Konkret:
39.8 Ventrikel 1, 2, 3, 4, CV4, EV4, CV3, EV3, Hypophyse; 39.12 Leber (Hepar), Galle (Chole), Magen (Gaster), Milz (Splen), Dickdarm (Colon), Zwölffingerdarm (Duodenum), Bauchspeicheldrüse (Pankreas), Dünndarm (Intestinum tenue), Leerdarm (Jejunum), Krummdarm (Ileum) Harnblase (Visicae urinaria), Gebärmutter (Uterus), Vorsteherdrüse (Prostata), Niere (Ren), Nebenniere (Glandula suprarenalis), Schilddrüse (Glandula thyroidea), Nebenschilddrüse (Glandula parathyroid), Hoden (Testis), Nebenhoden (Epididymis), Herz (Cor), Herzbänder (Ligg. Vertebropericardiaca), Lunge (Pulmo), Mesenterium, M. von Treitz, Ligg. von Treitz, Fascia von Toldt)

Wie komplette Behandlungen im Bereich der Homöopathie, TCM, Chirpaktik, Osteopathie, Lerntherapie, Ergotherapie, Physiotherapie, Psychotherapie, usw. abgerechnet werden zeigen wir Ihnen gerne im Rahem unseres Qualitätsmanagements.

23.12.2016
Allgemeine Grundlagen zur Rechnungserstellung:
1. Eine Rechnung muss immer diagnostische Inhalte haben. Als umsatzsteuerbefreiender Faktor ist die Diagnose (BFH XI B 46/12 v. 04.10.2012) (externer Link) für jede Behandlung unerlässlich und zudem als des „Patientenrechtegesetzes“ (§§ 630 ff im BGB) (externer Link) eine Pflicht!
2. Eine Rechnung spiegelt immer die Dokumentation. Stimmt die Rechnung inhaltlich nicht mit der Dokumentation überein, liegt entweder eine fehlerhafte Dokumentation vor (Der Versicherungsschutz des Behandlers ist bei Beweislastumkehr gefährdet.) oder eine Dokumentenfälschung (Bei inkompletter Darstellung mit dem Ziel die Rechnung nicht wahrheitsgemäß zu erstellen.) oder Abrechnungsbetrug (Bei Abrechnung von Posten, die die Kasse erstattet, aber nicht tatsächlich durchgeführt wurden. Gleiches gilt auch beim Weglassen von Abrechnungsziffern, um den Rechnungsbetrag zu minimieren.) Diese Fälle stellen fahrlässiges Handeln dar. Im Schadenfall kann die Haftpflichtversicherung des Behandlers wegen Fahrlässigkeit die Leistung verweigern!
3. Eine Rechnung muss somit die Dokumentation mit aufweisen. Die Dokumentation einer Behandlung ist im „Patientenrechtegesetz“ (§§ 630 ff im BGB) (externer Link)gefordert, da sie dem Schutz des Patienten dient (Beweislastumkehr!). Sie gilt als Teil der Behandlung. Auf dem Dokument Rechnung muss alles dokumentiert werden, was durchgeführt wurde. Das gilt auch für die Dokumentation.

01.01.2017
Gesetzeslage zur Ordnungsgemäßen Kassenführung

Die Vorschriften zur Art der Führung von Kassenaufzeichnungen lassen sich aus den §§ 145 und 146 Abgabenordnung (AO) (externer Link) sowie den §§ 238 und 239 Handelsgesetzbuch (HGB) (externer Link) und den GoBD (externer Link) ableiten. Im Detail betreffen diese Änderungen die Nachvollziehbarkeit und Nachprüfbarkeit, die Wahrheit, Klarheit und fortlaufende Aufzeichnung, die Kassensturzfähigkeit, die Unveränderbarkeit und die Aufbewahrungspflicht. Seit dem BMF-Schreiben zur Aufbewahrung digitaler Unterlagen bei Bargeschäften vom 26.11.2010 (externer Link) gilt für alle Steuerpflichtigen, die elektronische Registrierkassen und vergleichbare Geräte (Waagen, Taxameter, Wegstreckenzähler) einsetzen, eine Übergangsregelung bis zum 31.12.2016. Es muss also spätestens ab dem 01.01.2017 sichergestellt sein, dass alle Einzelaufzeichnungen (Einzelbewegungen, Kassenbon) in digitaler Form aufbewahrt werden und eine maschinelle Auswertung im Zuge der Betriebsprüfung möglich ist (sogenannte „2. Kassenrichtlinie“).

Kasse: Änderungen zum 01.01.2017
Zum 01.01.2017 stellt der Gesetzgeber an die Kassenführung mit elektronischen Kassen neue Anforderungen. Insbesondere müssen die Tagesendsummen und alle Einzelbewegungen (Einzelbons) täglich aufgezeichnet und in maschinell auswertbarer Form für die Dauer der Aufbewahrungsfrist (10 Jahre) archiviert werden. (BMF-Schreiben_2014-11-14-GoBD)